Vina del Mar / Lo ValdezPünktlich zu unserem ersten großen Ausflug meldete sich die Sonne zurück. Den ganzen Dienstag verwöhnte sie uns und erwärmte die Luft auf über 25 Grad. Sehr zum Leidwesen einiger Spieler, die in ihren Ferien lieber schlafen wollen, trafen wir uns schon um 8 Uhr morgens, um den Pazifik und seine Städte unsicher zu machen.
Als erstes ging es nach Valparaiso, in der der chilenische Kongress seinen Sitz hat. Wir nutzten die Gelegenheit und besichtigten Chiles größten Hafen von Bord eines kleinen Kahns. Vorsichtshalber, die nach Norden geöffnete Bucht ist für seine hohen Wellen berüchtigt, mussten wir Schwimmwesten anlegen, die, dem Geruch nach zu urteilen, schon häufiger ihre Tauglichkeit beweisen mussten. Aber noch fiel keiner ins Wasser.
Auf sicherem Boden wieder angekommen erkundeten wir die kleinen Hafenstände, fuhren anschließend weiter auf einen kleinen Berg, um die tolle Aussicht zu genießen und um auch dort die Händler mit unseren Preisvorschlägen zu attackieren. Nachdem wir mit einem 100 Jahre alten „Fahrstuhl“ (eine Art Eisenbahnwagon an einer Stahlschnur) den Berg wieder herunter gefahren waren, brachte uns der Bus wieder zum Meer. Diesmal allerdings zum nahe gelegenen Strand um dort zu essen und zu spielen. Ins Wasser durften die Kinder allerdings nicht, da das Meer erstens noch zu kalt, aber vor allem die Strömung viel zu stark war.
Natürlich schafften es wieder Einige und waren nach kurzer Zeit von Kopf bis Fuß mit Meerwasser getränkt. Weiter ging es zum Hockey-Club von Vina Del Mar um dort unser heutiges Spiel zu absolvieren und konnten unsere Siegestour mit einem 5:2 Sieg weiter führen.
Nach einem gemeinsamen Snack mit der gegnerischen Mannschaft fuhren wir wieder nach Manquehue wo uns die Gasteltern schon erwarteten um mit uns nach Hause zu fahren.
Am Mittwoch wurden wir wieder auf deutsche Verhältnisse zurückgebracht. Wir mussten unseren Luxusbus mit einem kleinen Transporter mit wenig Beinfreiheit austauschen. Ich hoffe, die Serpentinen in Lo Valdez waren der einzige Grund für diesen Tausch. Oben in den Bergen auf 1500m Höhe konnten wir in einer Schneeballschlacht austoben. Welch ein Kontrast zum Dienstag.
Zum Mittag gab es ein 3-Gänge-Menü im Refugio Lo Valdez, einem kleinen Gasthof des Deutschen Anden Vereins. Deren Hunde versuchten uns in den Stunden davor abseits von allen Pfaden (die es angeblich geben sollte, wir haben sie jedenfalls nicht gefunden) zum Gipfel eines 2000m hohen Berges zu führen. Nach dem Essen versuchten wir erneut unser Glück und wir schafften es auf einer zweistündigen Wanderung, die schneebedechten Gipfel und deren grünen Täler zu bestaunen. Der Tag in den Bergen wurde mit einer abschließenden Schneeballschlacht beendet, bevor der 3-stündige Rückweg in die Chilenische Hauptstadt angetreten wurde.

|