500 km von Conception zum Camp Antilco bei PuconEs ist einfach klasse, so engagierte Gastgeber zu haben. Auf unserer nächsten Etappe gab es einige Hindernisse, die uns zum Ändern unserer Reiseroute zwangen.
Zum einen ist der Vulkan Llaima ausgebrochen, das umliegende Gebiet wurde evakuiert und konnte von uns nicht besucht werden.
Zum anderen haben wir vorsichtshalber vom Besuch eines Mapuche-Dorfes zwischen Concepcion und Temuco abgesehen. Hier gibt es derzeit Unruhen, die von großen Stromkonzernen ausgelöst wurden. Die gesamte Gegend, die überwiegend von Mapuches bewohnt wird, ist wertvoll für die Nutzung von Wasserenergie. Und so wurden die Mapuches über's Ohr gehauen und mit Hilfe von tricks umgesiedelt. Kein Wunder, dass die Rothäute uns Bleichgesichtern nicht gerade wohl gesonnen sind.
Mit Hilfe von Frances und Ihrer Lehrercrew haben wir aber schnell eine Alternativroute erarbeitet und an den spanisch sprechenden Busfahrer weitergegeben. Die Route führte uns auf Hauptstraßen zu einem Wasserfall "Salto del Laja" , weiter nach Temuco (Juchu, endlich wieder Mc Donalds), vorbei am rauchenden Vulkan Llaima, über Pucon zum Camp Antilco.
Auch hier wurden wir sehr herzlich begrüßt, und zwar von Mathias, einem deutschen Automechaniker, der 1997 nach Chile auswanderte. Nun besitzt er eine Pferdefarm, auf der es auch Gänse, Schweine, Katzen, Hunde, Kaninchen, Hühner und jede Menge Grashüpfer gibt.
Im Camp angekommen waren die Kinder natürlich kaum zu halten, weil sie am liebsten sofort die ganze Gegend erkundet hätten. Was mit dem Gepäck passiert, das noch nicht an den Zelten war, interesierte keinen.
Doch nach getaner Arbeit verblieb kaum Zeit für Entdeckertouren. Es erwartete uns ein reichhaltiges Buffet mit Hühnchen (400g pro Person), Tomatensalat, grünem Salat und zwei typisch chilenischen Salaten, einer bestehend aus Tomaten, Zwiebeln und Petersilie, der Andere mit Hirse und Erbsen, sowie frischem Obst.
Derart gestärkt besichtigten wir nun die extra für uns unter Kirschbäumen installierten Duschen (für Chile unüblich, druckvolles, warmes Wasser),sowie die Toilette.
Viel zu schnell mussten wir die Tour aufgrund einbrechender Dunkelheit abbrechen. Doch die Trauer dauerte nur kurz, da uns direkt im Anschluss eine gemütliche Runde am Lagerfeuer beschert wurde.
Der traumhafte Sternenhimmel verleitete Max und Jones zu dem Gedanken, in der kommenden Nacht auf das schützende Zelt zu verzichten, um die ganze Nacht den Anblick genießen zu können. Es bedurfte der Überzeugungskraft aller anwesenden Betreuer, die Beiden davon zu überzeugen, dass Schlafdefizit und drei Liter Tau pro qm keine vernünftige Kombination bilden.
Wir verbringen die nächsten drei Tage hier und werden Euch beim nächsten Mal auch Bilder liefern.
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